Filter und Ausschlüsse im Similarity Report: Was Ihren Score verändert — und wer ihn verändern darf
Ihr Similarity Report weist Treffer im Literaturverzeichnis aus, in Zitaten, in Formulierungen von gerade einmal vier Wörtern — und Sie fragen sich, ob diese Treffer wirklich „mitgezählt" werden. Der Leitfaden von Turnitin zu Filtern und Ausschlüssen beschreibt genau, wie sich Berichte verfeinern lassen: kleine Treffer nach Wortzahl oder Prozentanteil, zitierter Text und Literaturverzeichnisse, einzelne Quellen. Der Score wird nach Ausschlüssen neu berechnet. Diese Schalter liegen jedoch auf der Seite der Lehrperson. Dieser Artikel erklärt die Mechanik, die Grenze und was das für Sie bedeutet.
HumanPen-Team
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Kurze Antwort
Der Similarity Score ist keine feste Zahl, die Ihrem Paper aufgestempelt wird — er ist eine Ansicht von Treffern, die sich verfeinern lässt. Der eigene Leitfaden von Turnitin beschreibt Filter und Ausschlüsse, die kleine Treffer, zitierten Text, Literaturverzeichnisse und ganze Quellen ausschließen, und der Score wird neu erzeugt und neu berechnet, nachdem diese Ausschlüsse angewendet wurden. Eine wichtige Grenze: Diese Schalter liegen im Bericht auf der Seite der Lehrperson. Sie haben keinen Knopf, mit dem Sie Treffer aus Ihrem eigenen Bericht entfernen könnten — und im Turnitin-Leitfaden heißt es ausdrücklich, dass Ausschlüsse „don't replace human judgment." (sie ersetzen nicht das menschliche Urteil). Die Mechanik zu kennen ist etwas anderes, als die eigene Zahl ändern zu können.
Warum der Score nicht feststeht
Der Bericht dient dazu, einer Lehrperson beim Prüfen von Treffern zu helfen — nicht dazu, ein Urteil zu verkünden. Deshalb hat Turnitin Filter und Ausschlüsse direkt in den Bericht eingebaut. Aus dem offiziellen Leitfaden:
„Using Filters and Exclusions will help you refine a Similarity Report to only include matches that are irrelevant to you." (Mit Filtern und Ausschlüssen können Sie einen Similarity Report so verfeinern, dass nur noch die Treffer übrig bleiben, die für Sie nicht weiter von Belang sind.)
Im selben Leitfaden steht die praktische Folge: „Applying filters and exclusions may or may not change the overall similarity percentage depending on several factors." (Das Anwenden von Filtern und Ausschlüssen kann den gesamten Similarity-Prozentsatz verändern — oder auch nicht, je nach mehreren Faktoren.) Das heißt: Die Zahl, die Sie am Abgabetag sehen, ist eine Version des Berichts — eine Lehrperson kann eine verfeinerte Version erzeugen, und der Prozentwert kann sich dabei ändern.
Kleine Treffer: nach Wortzahl oder Prozentanteil
Die häufigste Quelle für die Frage „Warum wird eine Formulierung aus 5 Wörtern überhaupt mitgezählt?" ist die Kategorie der kleinen Treffer. Der Turnitin-Leitfaden beschreibt den Ausschluss direkt:
„Excluding small matches allows you to exclude matching against sources with a small amount in common with the submission. For example, it's possible to exclude matches fewer than 20 words in total, or less than 10% in total." (Wenn Sie kleine Treffer ausschließen, blenden Sie Treffer gegen Quellen aus, die nur wenig mit der Einreichung gemeinsam haben. So lassen sich zum Beispiel Treffer von insgesamt unter 20 Wörtern ausschließen oder solche von insgesamt unter 10 %.)
Der nächste Satz erklärt, wie der Prozentanteil berechnet wird:
„The percentage is based on the total word count of the student's submission. For example, if a student submitted a 5,000 word submission, and you have this set to 10%, it will exclude sources of less than a 500 word match." (Der Prozentanteil richtet sich nach der Gesamtwortzahl der Einreichung. Reicht etwa jemand eine Arbeit mit 5.000 Wörtern ein und Sie haben den Wert auf 10 % gesetzt, werden Quellen ausgeschlossen, deren Treffer unter 500 Wörtern liegt.)
Eine Formulierung aus fünf Wörtern liegt also am unteren Ende der Größenskala. Sie kann ein Treffer sein — und sie ist genau die Art Treffer, die ein Schwellenwert für Ausschlüsse entfernen kann, weil sie unter der Grenze liegt. Ob die Lehrperson einen solchen Schwellenwert anwendet, ist ihre Entscheidung; im Standardbericht ist der Treffer enthalten.
Zitate und Literaturverzeichnis: erwartbarer Text, der sich ausschließen lässt
Die zweite Kategorie ist die, nach der Studierende am häufigsten fragen: korrekt formatierte Zitate und Literaturverzeichnisse, die als Treffer auftauchen. Im Leitfaden heißt es:
„Exclude quoted text, bibliographic content, and reference materials from within a Similarity Report to remove those matches from the report. This can possibly affect the score percentage, and help provide a more focused assessment." (Schließen Sie zitierten Text, bibliografische Angaben und Quellenverweise innerhalb eines Similarity Report aus, um diese Treffer aus dem Bericht zu entfernen. Das kann sich unter Umständen auf den Score-Prozentsatz auswirken und zu einer fokussierteren Bewertung beitragen.)
In der Produktversion Similarity wird derselbe Gedanke samt Begründung formuliert:
„Exclusions hide specific types of text that shouldn't count toward similarity, such as properly formatted quotations, bibliographies, or in-text citations. Exclusions help make similarity scores fairer and more accurate by ignoring expected or properly referenced text." (Ausschlüsse blenden bestimmte Textarten aus, die nicht in die Similarity eingehen sollten — etwa korrekt formatierte Zitate, Literaturverzeichnisse oder Belege im Text. Ausschlüsse machen Similarity Scores fairer und genauer, indem sie erwartbaren oder korrekt belegten Text ignorieren.)
Deshalb kann eine Berichtsseite alarmierend wirken („Meine komplette Literaturliste hat einen Treffer!"), während die verfeinerte Ansicht der Lehrperson viel kleiner ausfällt. Die Treffer sind echt — der Bericht kann beim Prüfen erwartbaren Text eben ausklammern.
Quellen ausschließen: der Score wird neu berechnet
Über Textarten hinaus lässt sich eine ganze Quelle aus der Berechnung entfernen. Der Leitfaden beschreibt es so:
„Excluding a source removes an entire source and all associated matches from the similarity calculation, preventing any of its text from contributing to the overall similarity percentage." (Wird eine Quelle ausgeschlossen, verschwindet sie samt allen zugehörigen Treffern aus der Similarity-Berechnung; kein Text daraus fließt noch in den Similarity-Prozentsatz ein.)
Und ein einzelner Treffer lässt sich auf dieselbe Weise entfernen:
„Excluding a match removes a specific text match from the similarity calculation, so it no longer contributes to the overall similarity percentage." (Wird ein Treffer ausgeschlossen, verschwindet dieser bestimmte Texttreffer aus der Similarity-Berechnung und zählt nicht mehr zum Similarity-Prozentsatz.)
Nach jedem Ausschluss wird der Bericht neu erzeugt: „Select Apply Changes … to confirm and regenerate the report with your change now reflected in the assignment." (Wählen Sie „Apply Changes" …, um zu bestätigen und den Bericht neu zu erzeugen, sodass Ihre Änderung in der Aufgabe berücksichtigt ist.) Der Prozentwert, den Sie danach sehen, ist die verfeinerte Ansicht — nicht die Ansicht der ursprünglichen Einreichung.
Erneute Einreichung: Ihr erster Entwurf landet bei den ausgeschlossenen Quellen
Ein Detail aus dem Leitfaden betrifft direkt das Verhalten bei erneuten Einreichungen:
„If a student resubmits an assignment, their original assignment will show up under 'excluded sources' in order to prevent matching against the original draft." (Reicht jemand eine Aufgabe erneut ein, erscheint die ursprüngliche Einreichung unter 'excluded sources', damit kein Treffer gegen den ersten Entwurf entsteht.)
Das ist derselbe Schutz vor Selbsttreffern, der im Matching-Hilfebereich von Turnitin beschrieben wird: Ihr späterer Entwurf trifft nicht auf den früheren, weil der frühere als ausgeschlossen gilt. Lehrpersonen können ausgeschlossene Quellen über die Liste „Excluded Sources" des Berichts wiederherstellen — auch den Selbsttreffer, den sie üblicherweise nicht sehen möchten, falls sie sich dafür entscheiden.
Die Grenze: Ausschlüsse ersetzen keine Beurteilung
Derselbe offizielle Leitfaden formuliert die Grenze in einem einzigen Satz:
„While exclusions refine the process, they don't replace human judgment; it's still important to review the remaining matches to determine whether they reflect proper attribution or potential plagiarism." (Ausschlüsse verfeinern das Verfahren zwar, ersetzen aber nicht das menschliche Urteil; es bleibt wichtig, die verbleibenden Treffer zu prüfen, um zu entscheiden, ob sie auf korrekte Zuschreibung oder auf mögliches Plagiat hindeuten.)
Für Sie als studierende Person ist genau das der entscheidende Punkt. Der Bericht ist ein Untersuchungswerkzeug für Ihre Lehrperson, kein Ergebnis, das Sie steuern. Praktisch heißt das:
- Sie können Treffer nicht aus Ihrem eigenen Bericht ausschließen — die Schalter liegen auf der Seite der Lehrperson.
- Ein verfeinerter Bericht (nach Ausschlüssen) ist kein „Bestanden" — er ist eine klarere Ansicht dessen, was die Lehrperson prüfen will.
- Wenn Sie ein Treffer beunruhigt — im Literaturverzeichnis, in Zitaten oder als winzige Formulierung —, ist der richtige Schritt, Ihre Lehrperson nach ihrer Prüfansicht zu fragen, und nicht, ihn selbst zu entfernen.
Unterm Strich
Der Similarity Score, den Sie sehen, ist eine Version des Berichts. Filter und Ausschlüsse von Turnitin können kleine Treffer entfernen (unter einem Schwellenwert für Wortzahl oder Prozentanteil), zitierten und bibliografischen Text sowie ganze Quellen — und der Score wird nach jeder Änderung neu berechnet. Diese Schalter gehören der Lehrperson, und die Worte des Leitfadens selbst sind die Grenze: Ausschlüsse „don't replace human judgment." (sie ersetzen nicht das menschliche Urteil). Wenn Sie Treffer in Zitaten, Literaturangaben oder kurzen Formulierungen sehen, sind das echte Treffer, die der Bericht ausblenden können soll — nur halten Sie die Schalter nicht in der Hand. Lesen Sie den Bericht, verstehen Sie die Mechanik, und stellen Sie die Frage, auf die es ankommt: Wie prüft Ihre Lehrperson ihn?
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